Aktenvernichter

Aktenvernichter

Die zentrale Aufgabe eines Aktenvernichters besteht darin, Dokumente zu vernichten. In diesem Zusammenhang ist oftmals auch die Rede von einem Reißwolf oder einem Schredder. Häufig kommt ein Aktenvernichter-Aufsatz zum Einsatz, doch insbesondere im professionellen Umfeld bieten sich eher eigenständige Geräte an, die mit einem adäquaten Auffangvolumen daherkommen. Unabhängig davon, für welchen Bereich ein Aktenvernichter gebraucht wird, soll dieser stets dafür Sorge tragen, dass sensible Informationen auf Dokumenten oder Ähnlichem adäquat entsorgt werden können. Papiere mit persönlichen Informationen einfach im Altpapier zu entsorgen, ist zwar durchaus möglich, jedoch in der Regel nicht sinnvoll. Unbefugte könnten sich über die Abfallbehälter Zugang zu den betreffenden Informationen verschaffen und diese missbräuchlich verwenden. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden, weshalb in betreffenden Fällen zum Aktenvernichter gegriffen wird.

Wer einen Aktenvernichter kaufen möchte, sollte sich nicht einfach für das erstbeste Gerät entscheiden, sondern einige Dinge beachten. Unser Ratgeber bietet adäquate Unterstützung und hält alles Wissenswerte rund um Aktenvernichter bereit. Mithilfe dieser Informationen findet man das passende Gerät, das den jeweiligen Ansprüchen gerecht wird.

Wer braucht einen Aktenvernichter?

Zunächst stellt sich die Frage, wer überhaupt einen Aktenvernichter benötigt. Grundsätzlich hält der Handel Geräte für Privathaushalte ebenso wie für Unternehmen bereit, so dass Verbraucher ebenso wie Betriebe auf ein entsprechendes Angebot zurückgreifen können. In Unternehmen liegt es häufig auf der Hand, dass ein Aktenvernichter zur essentiellen Büroausstattung gehört. Für Unternehmen ist es schließlich besonders wichtig, dass Dokumente so entsorgt werden, dass die vertraulichen Daten nicht mehr rekonstruierbar sind. Datenträger mit personenbezogenen Informationen müssen dem Bundesdatenschutzgesetz entsprechend vernichtet werden. Der deutsche Gesetzgeber regelt darin den unternehmerischen Umgang mit personenbezogenen Daten und umfasst unter anderem auch die Unkenntlichmachung der betreffenden Informationen. Während große Unternehmen in diesem Zusammenhang eher auf einen externen Dienstleister setzen und eine professionelle Dokumentenvernichtung in Auftrag geben, kommen in kleinen und mittleren Betrieben Aktenvernichter im Büro zum Einsatz und erweisen sich als vollkommen ausreichend.

Darüber hinaus haben auch Privatpersonen ein großes Interesse an Aktenvernichtern. Wer sich der Gefahren und Risiken eines Datenmissbrauchs bewusst ist und sich bestmöglich schützen möchte, tut gut daran, seine Papiere mit sensiblen Daten nicht einfach so im Altpapier zu entsorgen. Stattdessen sollten die Papiere geschreddert werden, damit niemand mehr etwas mit den Papierschnipseln anfangen kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass beispielsweise die Bankverbindung oder andere persönliche Informationen in die falschen Hände gelangen. In der Vergangenheit konnte vermehrt beobachtet werden, dass die organisierte Kriminalität die Unbedarftheit vieler Verbraucher ausnutzt und die Mülltonnen nach brauchbaren Papieren durchsucht. Wer im Alltag darauf achtet, dass seine Daten vor Missbrauch geschützt sind, sollte folglich nicht auf einen Aktenvernichter verzichten.

Wie funktioniert ein Aktenvernichter?

Welche Aufgabe ein Aktenvernichter hat, wird bereits anhand des Namens deutlich und bedarf grundsätzlich keiner weiteren Erklärung. Es geht schlichtweg darum, Dokumente zu vernichten, damit die darin enthaltenen Informationen nicht von Unbefugten gelesen werden können. Oberste Priorität hat demnach der Schutz sensibler Daten. Früher waren zu diesem Zweck sogenannte Feuerkörbe gebräuchlich, in denen die Papiere einfach verbrannt wurden. Auf diese Art und Weise konnte zuverlässig sichergestellt werden, dass geheime Dokumente nicht in die falschen Hände gelangten. Durch die Entwicklung elektrischer Aktenvernichter hat der Feuerkorb, zumindest in diesem Einsatzbereich, an Bedeutung verloren. Heutzutage werden Dokumente und auch andere Medien einfach kleingeschreddert. Dies ist einfacher und weniger riskant. Weiterhin besteht ein Vorteil darin, dass es zu keiner Rauchentwicklung kommt und die Papierreste im Recycling-Kreislauf wiederverwertet werden können.

Für den Antrieb moderner Aktenvernichter sorgt stets ein integrierter Elektromotor, so dass ein Stromanschluss unabdinglich ist, Üblicherweise muss man das Gerät einschalten und kann anschließend Papiere einführen, die dann eingezogen und geschreddert werden. Diesen Punkt übernimmt das Schneidwerk, das somit das Herzstück eines jeden Aktenvernichters ausmacht. In dem integrierten Behälter werden dann die Papierschnipsel gesammelt. Wer einen Aktenvernichter-Aufsatz verwendet, muss selbst für einen Auffangbehälter sorgen und kann den Aktenvernichter beispielsweise auf einen handelsüblichen Papierkorb montieren.

Welche Materialien kann ein Aktenvernichter zerkleinern?

Dass in einem Aktenvernichter Akten, also Papiere, vernichtet werden, liegt auf der Hand und wird bereits anhand der Bezeichnung deutlich. Entsprechende Geräte können aber weitaus mehr. Je nach Modell und Ausführung des Schneidwerks können unter anderem auch die folgenden Medien zerstört werden:

  • Kreditkarten
  • CDs
  • DVDs
  • Festplatten
  • Speichersticks

Der Fachhandel trägt durch die große Auswahl dem Umstand Rechnung, dass elektronische Medien im privaten und betrieblichen Umfeld klassische Papierakten bereits vielfach ersetzt haben. Somit sind persönliche Daten auf unterschiedlichsten Datenträgern zu finden, die gegebenenfalls adäquat zerstört werden müssen. Folglich spielen die zu vernichtenden Speichermedien bei der Auswahl eines geeigneten Aktenvernichters eine entscheidende Rolle. Standardmodelle können neben Papier zumeist auch CDs und DVDs sowie Kreditkarten schreddern. Andere Medien wie Festplatten können dahingegen nur in speziellen Geräten zerkleinert oder anderweitig zerstört werden.

Die Aktenvernichter-Schutzklassen und -Sicherheitsstufen

Die Schutzklassen und Sicherheitsstufen sind wichtige Merkmale eines jeden Aktenvernichters. Privatpersonen, die lediglich ein paar Papiere zerkleinern möchten, machen sich zumeist gar keine Gedanken über die geltenden Normen und Standards. Doch spätestens wenn es um einen betrieblichen Einsatz geht, sollte man sich mit den Sicherheitsstufen und Schutzklassen vertraut machen.

Geht es um einen Aktenvernichter, gibt die Schutzklasse Auskunft über den Schutzbedarf, der für die betreffenden Daten besteht. Grundsätzlich existieren drei Schutzklassen, denen die jeweiligen Sicherheitsstufen zugeordnet sind. Aus der Sicherheitsstufe ergibt sich wiederum, wie stark die Dokumente zerkleinert werden. In der Bundesrepublik Deutschland sind im Rahmen der DIN-Norm DIN 66399 sieben Sicherheitsstufen definiert, wobei die letzten beiden Stufen als ungenormt gelten und eher als Ergänzung der geltenden Standards dienen.

Welche Schnittverfahren kommen bei einem Aktenvernichter zum Einsatz?

Dass das Schneidwerk das Herzstück des Aktenvernichters ist und dafür sorgt, dass dieser seine Aufgabe erfüllt, dürfte klar sein. Vielen Menschen ist allerdings gar nicht bewusst, dass es zum Teil erhebliche Differenzen bezüglich der eingesetzten Schnittverfahren gibt. Zwischen den Geräten gibt es große Unterschiede, was ihre Schnitttechnik angeht. So ist in diesem Zusammenhang vor allem von den folgenden Schnittverfahren die Rede:

Was ist der Partikelschnitt?

Der Partikelschnitt kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein Aktenvernichter hohen Sicherheitsstandards gerecht werden soll. Das Schriftgut wird vertikal und horizontal geschnitten, so dass nur noch kleine Schnipsel, die sogenannten Partikel, in den Auffangbehälter gelangen. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist, dass die Reste ein geringes Volumen aufweisen, so dass diese Variante recht platzsparend ist.

Was ist der Streifenschnitt?

Im privaten Bereich kommt häufig der sogenannte Streifenschnitt zum Einsatz. Wie der Name bereits aussagt, schneiden entsprechende Aktenvernichter die Dokumente in Streifen. Die Kosten für ein solches Gerät sind relativ gering, doch auch die Sicherheitsstufe ist eher niedrig einzustufen, denn mit entsprechendem Zeitaufwand lassen sich die Papiere theoretisch durchaus wieder zusammenfügen.

Was ist der Kreuzschnitt?

In Zusammenhang mit Aktenvernichtern ist oftmals auch die Rede vom sogenannten Kreuzschnitt. Dabei handelt es sich um einen anderen Ausdruck für den häufigen Partikelschnitt und somit kein weiteres eigenständiges Schnittverfahren. Dabei wird das Dokument gewissermaßen kreuzweise zerschnitten, was für eine besonders hohe Sicherheit und besonders kleine Schnipsel sorgt.

Was ist der Mikroschnitt?

Vom Grundprinzip her ist der Mikroschnitt nichts anderes als der Partikelschnitt oder Kreuzschnitt. Ein solcher Aktenvernichter macht aus Papieren kleine Schnipsel, die beim Mikroschnitt allerdings in der Regel deutlich kleiner ausfallen. So messen die Partikel lediglich wenige Millimeter, wodurch eine hohe Sicherheitsstufe erreicht wird, die auch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Für all diejenigen, die höchste Sicherheitsstandards ansetzen und einen Reißwolf suchen, der diesen Ansprüchen gerecht wird, dürfte der Mikroschnitt das passende Schnittverfahren darstellen.

Was ist Perforation?

Auch die Perforation gehört zu den gängigen Schnittverfahren im Bereich der Aktenvernichter. Dabei wird allerdings nicht geschreddert, sondern lediglich perforiert. Wenn es um Papier, CDs, DVDs oder Kreditkarten geht, erscheint diese Technik eher ungeeignet. Für Kartons und Pappen sind solche Aktenvernichter dahingegen geradezu prädestiniert. Durch die Perforation lassen sich auch sperrige Kartonagen leicht zerlegen, so dass sie platzsparend entsorgt werden können.

Aktenvernichter Test – Welcher Aktenvernichter ist empfehlenswert?

In Anbetracht der nahezu unzähligen Kriterien, die es beim Kauf eines Aktenvernichters zu berücksichtigen gilt, kann es zuweilen eine Herausforderung sein, das passende Modell zu finden. In vielen Fällen kann es Sinn machen, den einen oder anderen Aktenvernichter-Test zu lesen und so in Erfahrung zu bringen, welches Modell allgemein empfehlenswert ist. Zudem kann es sich lohnen, Bewertungen von Käufern zu studieren und sich so ein umfassendes Bild darüber zu machen, ob und inwiefern sie mit ihrer Wahl zufrieden sind. Auf diese Art und Weise kann man nachhaltig profitieren und hat gute Chancen, den perfekten Aktenvernichter auf Anhieb zu finden.

Was muss man beachten beim Kauf eines Aktenvernichters?

Testergebnisse allein sollten allerdings nicht ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sein, denn es gilt weitaus mehr zu beachten. In erster Linie geht es darum, welche Ansprüche man hat und in welchem Bereich der Aktenvernichter zum Einsatz kommen soll. So macht es einen gewaltigen Unterschied, ob man gelegentlich daheim das eine oder andere Dokument vernichten will oder es um die tägliche Aktenvernichtung in einem Großraumbüro geht.

  • Belastbarkeit
  • Sicherheitsstufe
  • Schutzklasse
  • Einsatzbereich
  • Auffangvolumen
  • Energieeffizienz
  • Preis

Auch, wenn es sich vermeintlich „nur“ um einen Aktenvernichter handelt, spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. In Anbetracht der Tatsache, dass es um die Datensicherheit geht, sollte man besonderen Wert auf einen hochwertigen Aktenvernichter legen und auch ein adäquates Budget für den Erwerb vorsehen. Je nach Ausführung kann ein Aktenvernichter ab rund 20 Euro bis zu über 1.500 Euro kosten. Abgesehen von dem Anwendungsbereich und der Sicherheitsstufe ist die sonstige Ausstattung für den Preis entscheidend. Im Handel erhält man beispielsweise Aktenvernichter mit zusätzlichen Funktionen wie einer automatischen Reversierung. Ein höherer Komfort geht im Allgemeinen auch mit höheren Kosten einher.

Welche Funktionen bietet ein Aktenvernichter?

Wenn es um die Anschaffung eines Aktenvernichters geht, sollte man besonderen Wert auf eine adäquate Funktionalität legen. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass ein Reißwolf durchaus mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet sein kann. Ob und inwiefern eine erweiterte Funktionalität vorhanden ist, hängt stets vom jeweiligen Papierschredder ab. Ein Schredder kann abhängig von seiner Leistungsstärke durchaus einen gewissen Komfort bieten. Hierfür sorgen einige Funktionen, auf die wir im Folgenden näher eingehen.

Fingerschutz

Da das Schneidwerk mit scharfen Messern ausgestattet ist, um Papiere und anderes Schnittgut zuverlässig zu schreddern, macht ein Fingerschutz absolut Sinn. Auf diese Art und Weise wird verhindert, dass man aus Versehen in das Schneidwerk greift und sich so verletzt.

Selbstreinigungsfunktion

Die Selbstreinigungsfunktion sorgt bei entsprechend ausgestatteten Aktenvernichtern dafür, dass das Schneidewerk nicht manuell gereinigt werden muss, sondern die Reinigung automatisch erfolgen kann.

Automatische Ölfunktion

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass ein Aktenvernichter regelmäßig geölt werden muss. Eine automatische Ölfunktion sorgt dafür, dass man auch gar nicht daran denken muss, weil sich das Gerät selber ölt.

Abschaltautomatik

Über Sensoren können entsprechend ausgestattete Aktenvernichter Nichtnutzung erkennen und schalten sich dann aus, sofern eine Abschaltautomatik gegeben ist. Dies ist einerseits energiesparend und kann andererseits auch zur Sicherheit beitragen. Die meisten Aktenvernichter können mit einer Abschaltautomatik aufwarten, so dass die Walzen wirklich nur dann rotieren, wenn Papier oder andere Medien eingeführt werden.

Aus welchen Bauteilen besteht ein Aktenvernichter?

Unabhängig davon, ob man einen Aktenvernichter bereits sein Eigen nennt oder sich in der nächsten Zeit ein entsprechendes Gerät anschaffen will, kann die Funktionsweise eines Schredders durchaus von Interesse sein. Was dieser tut, liegt auf der Hand und bedarf keiner weiteren Erklärung. Auf den Aufbau eines Aktenvernichters trifft dies jedoch nicht zu. Folglich kann es interessant sein, der Frage nachzugehen, aus welchen Bauteilen ein Papierschredder eigentlich besteht.

Antrieb

Da es sich bei einem Aktenvernichter um ein elektrisches Gerät handelt, ist ein entsprechender Antrieb unabdingbar. Dabei handelt es sich um einen einfachen Elektromotor, der je nach Aktenvernichter mit einer komfortablen Start- und Stoppfunktion aufwarten kann und die Basis für den elektronischen Schredder-Vorgang schafft.

Walzen und Schneidewerk

Gewissermaßen das Herzstück eines jeden Aktenvernichters ist das Schneidewerk mit den Walzen. Trotz elektrischen Antriebs funktioniert dieses mechanisch und schreddert Papier und gegebenenfalls auch andere Datenträger zuverlässig. Je nach Aufbau des Schneidewerks kommt entweder der Partikelschnitt oder der Streifenschnitt als Schnittart zum Einsatz.

Korb

Bei dem Korb handelt es sich um den Auffangbehälter, mit dem der Aktenvernichter daherkommt. Dieser befindet sich unterhalb des Schneidewerks und fängt die geschredderten Papierschnipsel auf. Die Größe des Korbes kann je nach Modell stark schwanken. Für den Hausgebrauch sind im Handel zudem Aktenvernichter ohne Korb erhältlich. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Aktenvernichter-Aufsatz für den Papierkorb.